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IMMISem - Eingangsgrößen

In IMMISem werden folgende Grunddaten zur Emissionsberechnung mit eingerechnet:

  • Emissionsfaktoren für eine Auswahl von relevanten innerstädtischen Straßentypen bzw. Verkehrssituationen
  • Fahrzeugflotten Deutschland-West für die Jahre 1990-2020
  • ein Kaltstartmodell für drei verschiedene Straßenlagen bzw. Straßenfunktionen, die sich beliebig mit den Verkehrssituationen kombinieren lassen
  • ein Staumodell zur dynamischen Berücksichtigung des Anteils Stop&Go am Verkehrsfluss 

Folgende andere Faktoren werden zudem berücksichtigt:

  • PM10 Emissionen mit Aufwirbelung, Reifen- und Bremsabrieb
  • Rußemissionen mit Reifenabrieb
  • Einfluss von Partikelfiltern
  • Definition von Fahrverboten für unterschiedliche Fahrzeugtypen und Konzepte (Umweltzone)
  • Berücksichtigung von Klimaanlagen
  • Individuelle Emissionsfaktoren
  • Berechnung BaP / PAK-Emissionen

Die Berechnung der Emissionen eines einzelnen Straßenabschnittes erfordert die Angabe folgender verkehrsspezifischer Daten:

  • Verkehrssituation und Straßenfunktion
  • Angabe zum Stauanteil bzw. der Kapazität der Straße
  • Steigung
  • Durchschnittlicher täglicher Verkehr (DTV)
  • Anteile Zweiräder, schwere und leichte Nutzfahrzeuge sowie Linienbusse am DTV
Rußemissionen mit Reifenabrieb 
Vergleiche von Messungen mit Modellrechnungen zeigen, dass Ruß- Konzentrationen im Straßenraum nicht allein durch Auspuff- Emissionen zu erklären sind. Als Zusatzmodul ist ein "Reifenabrieb-Modul" erhältlich, dass der Tatsache Rechnung trägt, dass der Reifenabrieb Anteil an der gemessenen Konzentration hat. Auf der Basis von neueren Veröffentlichungen werden mit diesem Modul zusätzliche Einträge von Rußpartikeln durch den Abrieb von Fahrzeugreifen bestimmt.

PM10 Emissionen mit Aufwirbelung, Reifen- und Bremsabrieb  
Nach heutiger Erkenntnis geht man davon aus, dass ein großer Anteil der verkehrsbedingten PM10-Emissionen nicht aus dem Auspuff der Fahrzeuge stammt sondern über Aufwirbelung von auf der Straßenoberfläche liegenden Partikeln und vom Reifen- und Bremsabrieb herrührt.  In IMMISem sind deshalb zwei aktuelle Verfahren zur Bestimmung des zusätzlichen Beitrag von PM10 Emissionen integriert:  
1. 
Grundlage des ersten Verfahrens bildet die modifizierte EPA-Formel aus der Studie: "Validierung von PM10-Immissionsberechnungen im Nahbereich von Straßen und Quantifizierung der Feinstaubbildung von Straßen" von Düring/Lohmeyer (Juni 2001).  
2. 
Das zweite Verfahren basiert auf einem Emissionsfaktoransatz des BUWAL aus dem Bericht "Maßnahmen zur Reduktion der PM10-Emissionen" (BUWAL, 2001) Die beiden Verfahren sind alternativ wählbar.  
Die notwendigen Parameter nach dem 1. Verfahren können in einem eigenen Dialog vorgegeben werden. Für das zweite Verfahren liegen die Emissionsfaktoren getrennt für Aufwirbelung, Brems- und Reifenabrieb in ASCII-Dateien vor, deren Pfadangaben ebenfalls verändert werden können.

Individuelle Emissionsfaktoren  
Die individuellen Emissionsfaktoren können in der höchsten Schichtauflösung für alle Verkehrssituationen und Steigungsklassen getrennt angegeben werden. Ebenso besteht aber auch die Möglichkeit "Pauschalwerte" anzugeben. Die so eingegebenen Emissionsfaktoren werden in einer ASCII-Tabelle abgelegt.